Tradition > Schausteller

Juristisch werden seit dem 1. Januar 2002 in der Bundesrepublik Deutschland in der Gewerbeordnung als Schausteller solche Gewerbetreibende bezeichnet, die eine oder mehrere Betriebsstätten, die nach ihrer Gestaltung und äußeren Aufmachung volksfesttypische Geschäfte in den Bereichen Fahrgeschäfte, Verkaufsgeschäfte, Zeltgaststätten, Imbiss und Ausschank, Schau- und Belustigungsgeschäfte, Schießgeschäfte oder Ausspielungsgeschäfte unterhalten. Das reicht vom Einmannbetrieb eines Hau den Lukas bis zu dem mittelständischen Unternehmer einer Riesenachterbahn.

Schausteller werden in Deutschland, sofern sie als Angestellte oder Arbeiter gewerkschaftlich organisiert sind, durch die Internationale Artistenloge vertreten, eine Untergliederung von ver.di. Als Unternehmer (etwa von mobil, in Vergnügungsparks auch stationär betriebenen Fahr-, Belustigungs-, Verkaufs-, Warenausspielungs- und Schaugeschäften oder von reisenden Gaststätten) sind sie in zahlreichen Zusammenschlüssen, zumeist aber im DSB (= Deutscher Schaustellerbund) organisiert. Nach dem unternehmerischen Selbstverständnis vieler von diesen sind einzig sie noch „echte“ Schausteller, nicht aber mehr ihre heutzutage arbeitsrechtlich „Angestellten“.

Quelle - www.wikipedia.de