News > Nein zur Waffensteuer!

Regierungspläne gefährden die Schützenvereine

 
Nach Bremen plant nun auch die Hamburger SPD die Einführung einer Waffensteuer. Im Gespräch sind 300 Euro pro Waffe im Jahr. „Das kann ganz schnell den Tod unseres Sports bedeuten“, mahnt Schützenpräsident Lars Bathke besorgt, „weil der Sport für viele Mitglieder dann schlicht zu teuer wird“. Außerdem weist er daraufhin, dass gerade die Sportschützen durch die Verschärfung im Waffengesetz in den vergangenen Jahren schon oft mit zusätzlichen Kosten belegt wurden: „Um die Sicherheit zu erhöhen, ist jeder Sportschütze bereit, seinen Anteil zu leisten aber diese Steuer hat damit nichts zu tun, das ist eine willkürliche Festlegung.“ 
 
Das Präsidium des Schützenverbandes Hamburg und Umgegend ist sofort nach bekannt werden der Pläne zur Steuereinführung aktiv geworden und hat – wie auch schon zuvor in Bremen zur Unterstützung des Nachbarverbandes – Kontakt zu führenden Politikern wie Innensenator Michael Neumann aufgenommen. Darüber hinaus ruft der Schützenverband Hamburg alle Mitglieder auf, aktiv gegen die geplante Steuereinführung tätig zu werden: In Mails und Briefen sowie persönlichen Gesprächen mit den Politikern in den Bürgersprechstunden sollte jeder Schütze die Möglichkeit wahrnehmen, seinen Protest kundzutun. Gleichzeitig mahnt Schützenpräsident Lars Bathke aber mit einem Seitenblick auf die zum Teil unangemessene Auseinandersetzung in Bremen zu einer sachlichen Debatte: „Polemik hilft uns Schützen ganz sicher nicht, die Form und der Ton sollten gewahrt bleiben, damit wir uns alle auf Augenhöhe begegnen können“.  
 
Die Einführung einer Waffensteuer könnte das Aus für Deutschlands viertgrößten Spitzensportverband mit 1,5 Millionen Mitgliedern bedeuten. Das hieße dann:  Keine Biathlon – Veranstaltungen,  keine Teilnahme an anderen olympischen Schießsport – Disziplinen, keine Medaillen bei Olympischen Spielen. Und vor allem keine Jugendarbeit mehr, bei der es um so viel mehr geht, als nur um den Sport: Hier wird aktiv Prävention betrieben, indem Werte und soziale Kompetenz vermittelt werden, wie auch  Innensenator Michael Neumann anlässlich des Senatsempfangs zum Bundesjugendtag lobend hervorgehoben hatte: „Die Schützenvereine bieten Halt und Heimat, eine sehr wichtige Aufgabe in einer Zeit, die von vielen als unsicher empfunden wird“.
 
Was aber wird aus all diesen sportlichen und sozialen Leistungen, wenn die Vereine, in denen jährlich viele Millionen Stunden ehrenamtlicher Arbeit geleistet werden, ihre Tore schließen müssen?  Reichen die Einahmen aus der Waffensteuer, um den Wegfall dieser bedeutenden sozialen und sportlichen Aufgaben an anderer Stelle finanzieren zu können?
 
Astrid Külper (Landespressereferentin)



Veröffentlicht am
16:35:00 27.12.2011