Schützenverband Hamburg und Umgegend e.V.

Fachverband für Schieß- und Bogensport

Sportliches Schießen in und um Hamburg

Informationen, Disziplinen, Ausschreibungen und mehr.

Meisterschaften

Für viele Schützinnen und Schützen bietet der Vergleich mit anderen Schützen aus dem Verband das Highlight des Schießjahres. Meist wird dieses Highlight durch die Landesmeisterschaften dargestellt.

Disziplinen

Im Schießsport wird nicht nur in Disziplinen unterschieden. Es gibt diverse Waffengattungen und Wettkampfklassen. Kaum ein Sportverband ist so vielseitig aufgestellt wie der Schießsport.

Wettkämpfe

Zum normalen Wettkampfwesen gibt es neben den Meisterschaften auf Kreis-, Landes- und Bundesebene auch noch Rundenwettkämpfe und Liga-Schießen.

Über den Schießsport in Hamburg

Schießen, das ist Sport, das ist Vielfalt und aus Sicht des Schützenverbandes Hamburg außerdem ein sehr erfolgreiches Kapitel. Denn die sportlichen Erfolge im Norden Deutschlands können sich sehen lassen: Regelmäßig stellt der Landesverband in unterschiedlichen Disziplinen des Schießsports Teilnehmer und Medaillenjäger bei den Deutschen, Europa- und Weltmeisterschaften.

Das Sportschießen ist in seinem Reichtum an unterschiedlichen Disziplinen vielfältig wie kaum eine andere Sportart: Gewehr, Pistole, Armbrust, Laufende Scheibe, Sommerbiathlon und Vorderlader. Unterschieden wird in den einzelnen Disziplinen nicht nur nach Waffengattungen, sondern auch nach den sportlichen Ansprüchen, die an den Schützen gestellt werden. Außerdem wird im Bereich des Sportschießens auch unterschieden nach olympischen und nichtolympischen Disziplinen. Zu den olympischen Disziplinen – der DSB ist übrigens einer der erfolgreichsten Sportverbände in der olympischen Familie – gehört beispielsweise das Luftgewehr. Erwachsene Schützen schießen diese Disziplin Freihand im Stehen. Für Kinder und Jugendliche ist die Disziplin noch spannender ausgestattet: Sie müssen im Dreistellungskampf bestehen, stehend, kniend und liegend.

Wer als Sportschütze erfolgreich sein will, kommt nicht umhin viel mehr zu trainieren als „nur“ das Schießen. Die körperliche und mentale Fitness müssen auf die unterschiedlichsten Arten trainiert werden, um im Wettkampf dann bestehen zu können: Koordination, Kondition und Konzentration sind gleichermaßen gefordert und werden gleichermaßen trainiert. Auf das Schießen selbst entfällt bei Schützen, die regelmäßig an nationalen und internationalen Wettkämpfen teilnehmen nur rund 50 Prozent des Trainings.

Landesmeisterschaften in Hamburg

Die Landesmeisterschaften finden einmal im Jahr statt und bestimmen den besten Schützen jeder Klasse und Disziplin im gesamten Schützenverband Hamburg und Umgegend. Außerdem kann bei der Landesmeisterschaft die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft erreicht werden. Hier findest du alle aktuellen Landesmeisterschaften und Ergebnisse.

Wettkampfklassen

Die Wettkampfklassen richten sich nach Diziplin und Geburtsjahr. Entscheident ist also nicht Dein genaues Alter.

 

Gewehr, Pistole, Flinte, Sommerbiathlon, Target Sprint

Klasse Alter Jahrgänge
Schüler II (Lichtpunkt) 0 bis 12 jahre 2009 bis 2021
20/21 Schüler I 10 bis 14 Jahre 2007 bis 2011
30/31 Jugend 15 bis 16 Jahre 2005 bis 2006
42/43 Junioren II 17 bis 18 Jahre 2003 bis 2004
40/41 Junioren I 19 bis 20 Jahre 2001 bis 2002
10/11 Herren/Damen I 21 bis 40 Jahre 1981 bis 2000
12/13 Herren/Damen II 41 bis 50 Jahre 1971 bis 1980
14/15 Herren/Damen III 51 bis 60 Jahre 1961 bis 1970
16/17 Herren/Damen IV 61 Jahre und älter 1960 und früher

 

Auflage

Klasse Alter Jahrgänge
70/71 Senioren I 51 bis 60 Jahre 1961 bis 1970
72/73 Senioren II 61 bis 65 Jahre 1956 bis 1960
74/75 Senioren III 66 bis 70 Jahre 1951 bis 1955
76/77 Senioren IV 71 bis 75 Jahre 1946 bis 1950
78/79 Senioren V 76 Jahre und älter 1945 und früher

Bogen

Klasse Alter Jahrgänge
24/25 Schüler C 9 bis 10 Jahre 2011 bis 2012
22/23 Schüler B 11 bis 12 Jahre 2009 bis 2010
20/21 Schüler A 13 bis 14 Jahre 2007 bis 2008
30/31 Jugend 15 bis 17 Jahre 2004 bis 2006
40/41 Junioren 18 bis 20 Jahre 2001 bis 2003
10/11 Herren/Damen 21 bis 49 Jahre 1972 bis 2000
12/13 Masters 50 bis 65 Jahre 1956 bis 1971
14/15 Senioren 66 Jahre und älter 1955 und früher

Schieß Disziplinen im Schützenverband Hamburg

Disziplinen

Wettkampfklassen

Gewehrdisziplinen

Lichtpunkt/Luftgewehr/KK-Gewehr/GK-Gewehr/Zimmerstutzen/Ordonnanzgewehr

Sportliches Gewehrschießen kann man in verschiedenen Formen betreiben. Zum einen unterscheiden sich die Waffen nach ihren verschiedenen Kalibern-, bzw. der Art, wie sie die Kugel ins Ziel bringen, zum anderen wird in unterschiedlichen Anschlagsarten geschossen.

Gezielt wird bei allen Gewehrarten (Ausnahme: Ordonnanzgewehre mit offener Visierung) mit Hilfe eines Diopters und eines Ringkorns. Sobald sich „das Schwarze“ in der Mitte des Ringkorns befindet, kann der Schuss gelöst werden, und man schießt eine Zehn.

Der Reiz an dieser Sportart ist, dass es eben nicht so einfach ist, wie es sich anhört. Vielmehr erfordert es ein hohes Maß an Konzentration und Körperbeherrschung. Immerhin gilt es, um eine Zehn (die höchstmögliche Ringzahl) zu erreichen, auf die Entfernung von 10m einen 0,5mm (!) kleinen Punkt zu treffen. Auf die Distanz von 50m ist die Zehn mit 10,4mm Durchmesser auch verhältnismäßig klein. Also wird neben einer ruhigen Hand und innerer Ruhe auch eine gute allgemeine Kondition benötigt, um seinen Körper unter Kontrolle halten zu können.

Je nach Disziplin werden folgende Anschläge verwendet:

  • (frei) stehend
  • kniend
  • liegend
  • stehend aufgelegt
  • sitzend aufgelegt

Pistolen- und Revolverdisziplinen

Lichtpunkt/Luftpistole/KK-Pistolen und -Revolver/GK-Pistolen und -Revolver

Wie beim Gewehr kann man auch das sportliche Schießen mit Pistolen und Revolvern in verschiedenen Formen betreiben. Das Sportprogramm umfasst Disziplinen mit unterschiedlichen Anforderungen, der Fokus liegt entweder auf dem Einzelschuss (Luftpistole, Freie Pistole), auf einer schnellen Serie von Schüssen (Schnellfeuerpistole) oder einer Mischung beider Aspekte.

Die Waffe wird in der Regel mit nur einer Hand am ausgestreckten Arm gehalten, gezielt wird über Kimme und Korn. Nur mit einem hohen Maß an Konzentration und spezieller Kraftausdauer sowie Koordination gelingt es, das mindestens 500g betragende Abzugsgewicht so zu überwinden, dass der Schuss genau im richtigen Moment ausgelöst wird.

Je nach Disziplin werden folgende Anschläge verwendet:

  • (frei) stehend
  • stehend aufgelegt
  • sitzend aufgelegt

Bogenarten und -disziplinen

Die Bogenarten

„Olympischer“ Recurvebogen
Der Bogen hat eine lange Geschichte. Um mehr Energie aus einem Bogen zu bekommen und um ihn kürzer machen zu können, haben die Reitervölker die Enden des Bogens nach außen gebogen. So entwickelte sich der Recurvebogen. Der Name „Olympischer“ Recurve ist der Tatsache geschuldet, dass es die einzige Bogenart ist, die bei Olympischen Spielen geschossen wird.
Der „Olympische“ Recurvebogen besteht meist aus mehreren Bestandteilen – einem Mittelstück, zwei Wurfarmen mit Sehne, einem Visier, einer Pfeilauflage, einem Button und Stabilisatoren. Er wird bei den olympischen Spielen und internationalen Turnieren eingesetzt.

Compoundbogen
Der Compoundbogen ist der Modernste  unter den Bögen. Seine Bestandteile sind das Mittelstück, die Wurfarme mit den Exzenterrollen, auch „Camps“ genannt, der Sehne und den Kabeln, dem Visier, das eine Vergrößerung haben darf, der Pfeilauflage und den Stabilisatoren. Durch die Bauweise der „Camps“ kann das Auszugsgewicht (Let off) bis zu 85 % reduziert werden. Das maximale Zuggewicht bei Wettkämpfen darf 60 lbs  nicht überschreiten.

Blankbogen
Der Blankbogen ist ein „abgespeckter“ olympischer Recurvebogen. Er besteht aus Mittelstück und den Wurfarmen mit Sehne, der Pfeilauflage und einem Button. Er hat keine Stabilisatoren. Er wird „blank“ geschossen – er hat kein Visier. Der Bogen muss im „abgespannten“ Zustand mit allen erlaubten Zubehörteilen durch einen Messring  mit einem Innendurchmesser von 12,2 cm passen.

Instinktivbogen
Der Instinktivbogen kann aus einem oder mehreren Bestandteilen bestehen. Das Mittelstück muss aus natürlichem Material oder einem Material auf Harzbasis bestehen. Er hat keinen Button, kein Visier, keine Stabilisatoren oder Gewichte. Er darf nur eine „einfache“ Pfeilauflage haben. Er wird ebenfalls „blank“ geschossen.

Langbogen
Der Langbogen besteht aus einem Stück und muss der „traditionellen“ Form entsprechen. Bei Junioren und Damen muss der Bogen mindestens 150cm lang sein. Für den Herren darf der Bogen 160 cm nicht unterschreiten. Er wird, wenn vorhanden, über das „Shelf“ geschossen. Es dürfen ausschließlich Holzpfeile mit Naturfedern verwendet werden.

Die Bogendisziplinen

WA Runde
Die WA Runden entweder im Freien oder in der Halle sind Wettbewerbe, bei denen auf festgelegte Entfernungen geschossen wird.
Im Freien variiert die Entfernung zwischen 40 und 70 Meter je nach Altersgruppe und Bogenart. Auch die Auflagen sind  je nach Bogenart und Altersgruppe unterschiedlich groß. Gezählt werden die Ringe 1-10. Bei internationalen Wettkämpfen und den olympischen Spielen beträgt die Distanz für Damen und Herren 70 Meter und das Zentrum des Ziels, die „Zehn“ hat einen Durchmesser von 12,2 cm, das entspricht ungefähr der Größe einer „CD“. Es werden 72 Pfeile pro Wettbewerb geschossen.
In der Halle ist die Entfernung auf 18 Meter festgelegt, die Auflagen sind für die jeweiligen Altersgruppen und Bogenarten unterschiedlich groß. Es werden 60 Pfeile pro Wettbewerb geschossen.

WA Feldrunde
Die Scheiben stehen frei im Gelände, bergauf und bergab. Die Entfernungen der ersten 12 Scheiben sind dem Schützen nicht bekannt, sie variieren je nach Altersgruppe und Bogenart zwischen 5 und 50 Meter – die zweiten 12 Scheiben stehen in bekannten Entfernungen je nach Altersgruppe und Bogenart zwischen 10 und 60 Metern. Die Auflagengröße variiert ja nach Entfernung zwischen 20 cm und 80 cm. Es werden jeweils 3 Pfeile pro Scheibe geschossen.

WA 3D Runde
Durch den Wald, über Stock und Stein, bergauf und bergab. 3D, das steht für das Schießen auf dreidimensionale Ziele, die in einem Parcours aufgebaut sind. Die Entfernungen sind nicht bekannt, sie liegen zwischen 5 und 45 Metern je nach Größe des Ziels. Die 3D Ziele sind in vier Größen aufgeteilt. Jeweils vier Ziele einer Größe, insgesamt 24 Ziele werden für einen Wettkampf zusammengestellt. In einem Wettkampf werden 2 Pfeile pro Ziel geschossen.

Weitere Wettkämpfe im Schützenverband Hamburg

Verbands- und Landesliga

Landesliga und Verbandsliga im Schießsport sind ähnlich angelegt, wie die Ligen in anderen Sportarten. Die Verbandsliga ist höherklassiger angelegt als die Landesliga.

Das System folgt dem Jeder-gegen-Jeden-Prinzip und wird an unterschiedlichen Tagen in unterschiedlichen Orten durchgeführt. Meist dauert die Liga-Saison ein halbes Jahr am Ende bekommen die Top-Mannschaften die Chance in die Bundesliga aufzusteigen, während die schlechtesten Mannschaften sich in einem Relegationswettkampf mit den Top-Mannschaften der unteren Liga wiederfinden.

Das besondere im Liga-System des Schießsport ist, dass es keine Trennung zwischen Damen und Herren gibt. Auch Schützen und Schützinnen mit Handicap sind im Wettbewerb in den gleichen Mannschaften. Für dieses höhe Maß an Inklusion ist der Schießsport bereits oft gelobt worden.

Rundenwettkämpfe

Rundenwettkämpfe (RWK) sind eine spezielle Wettkampfform für Schützenvereine.

An einem Rundenwettkampf nehmen Vereinsmannschaften teil. Die Wettkampfsaison unterscheidet sich vom DSB-Wettkampf Jahr. Die RWK beginnen meist im Herbst und das DSB-Wettkampfjahr am 01. Januar. Eine Mannschaft besteht in den meisten Fällen aus vier Wertungsschützen. Diese Mannschaften treten nun gegen Mannschaften von anderen Schützenvereinen an, bis alle Wettkampfpaarungen der jeweiligen Disziplin durchgeführt wurden. Da hierbei die Mannschaften „in der Runde von einem Verein zum anderen Verein“ fahren müssen, hat sich daraus der Begriff „Rundenwettkampf“ ergeben.