Bronze für Matthias Penzlin

Zum vierten Mal in Folge stand der Hamwarder Bogenschütze Matthias Penzlin bei der Deutschen

Meisterschaft in der Disziplin Feldbogen auf dem Podium – eine grandiose Leistung. Nach Gold in

den Jahren 2015 und 2016 und Silber in 2017 bekam er am 29. Juli im baden-württembergischen

Magstadt die Bronzemedaille überreicht. Doch das war nicht die erste Bronzemedaille, die er sich

erschossen hat, bereits in den Jahren 2009 und 2010 belegte er jeweils den 3. Platz bei der

nationalen Feldbogenmeisterschaft. Besonders hervorzuheben bei diesem beeindruckenden

sportlichen Werdegang ist natürlich auch der internationale Erfolg, die Bronzemedaille bei den

Europameisterschaften 2015.

In diesem Jahr hat der Deutsche Schützenbund bei der Ausrichtung der Deutschen

Feldbogenmeisterschaft eine Neuerung eingeführt. Statt an zwei Tagen mit jeweils einem

Durchgang wurde das Turnier an nur einem Tag geschossen. Aus 48 Scheiben, 24 mit

unbekannten und 24 mit bekannten Entfernungen, wurde ein einziger Durchgang mit 24 Scheiben,

wobei 12 Scheiben mit bekannter Entfernung sich mit 12, deren Entfernung geschätzt werden

musste, abwechselten. Durch die Komprimierung der Scheibenanzahl eingeschränkt, blieb dem

Veranstalter nichts anderes übrig, als ausschließlich die schwierigsten Kombinationen an

Entfernung und Auflagengröße zu stellen. Zusätzlich mussten viele Ziele in dem anspruchsvollen

Waldgebiet sehr steil bergab geschossen werden. Die Folge waren niedrigere Endergebnisse als

in den Vorjahren.

In der Blankbogenklasse wird auf Entfernungen von 5 bis 50 m mit Scheibenauflagengrößen von

20 bis 80 cm Durchmesser geschossen. Pro Scheibe werden 3 Pfeile geschossen, die im Bestfall

18 Ringe bringen können, da die höchste Ringzahl einer Feldbogenauflage 6 ist. So schoss

Matthias Penzlin insgesamt 303 Ringe, die ihn in der Blankbogen Masterklasse erfolgreich aufs

Treppchen brachten. Als zweiter Hamwarder Bogenschütze hatte sich Hubert Hamester für die

Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Er belegte - ebenfalls in der Blankbogen Masterklasse - mit

252 Ringen einen sehr guten 18. Platz von insgesamt 35 Teilnehmern.

Iris Schümann




Veröffentlicht am
10:54:00 21.08.2018